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Dcfldd als Alternative zu Dd mit Fortschrittsanzeige und Hashing on-the-fly

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Das gute alte Dd-Kommando ist ein leistungsfähiges Werkzeug zum Erzeugen von Diskimages oder zum Einspielen von Images auf einem neuen Datenträger. Wer eine neue Distribution für den Raspberry Pi ausprobieren, Daten von einer kaputten Festplatte retten oder seinen Rechner von einer Festplatte auf eine SSD umrüsten möchte, der kommt mit Dd zum Ziel. Nun hat Dd jedoch einen kleinen Nachteil: Das Programm kennt keine Fortschrittsanzeige, was besonders beim Sichern oder Schreiben großer Partitionen ein Problem darstellen kann. Man weiß nie, wie weit Dd schon ist und wie lange der Prozess noch dauern kann. Diese bietet allerdings das Dd vom Department of Defense Computer Forensics Lab.

Ganz auf eine Fortschrittsanzeige muss man bei Dd aber auch nicht verzichten, mit ein paar Tricks lassen sich die Infos Dd herauskitzeln. Allerdings ist dies immer mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden. Von daher bietet es sich an, gleich auf eine Dd-Alternative wie Dcfldd zu setzen. Das Programm setzt auf den Quellcode von Dd auf, baut allerdings ein paar Funktionen ein, die für Computer-Forensiker nützlich sind — aus diesem Grunde stammt es auch aus dem Dunstkreis des Defense Computer Forensics Lab.

So kann man sich zum Beispiel on-the-fly Hashsummern erzeugen lassen und so nachweislich sicher stellen, dass Original und Kopie identisch sind und nicht verändert wurden. Den ganzen zusätzlichen Spaß könnt ihr allerdings auch weglassen und Dcfldd einfach nur als Ersatz für Dd mit Fortschrittsanzeige verwenden. Die Installation ist mit wenig Aufwand verbunden, da ihr das Programm bei Arch Linux und auch bei Debian oder Ubuntu generell direkt aus den Paketquellen bekommt.

### dcfldd unter Arch Linux installieren
$ sudo pacman -S dcfldd

### dcfldd unter Debian oder Ubuntu installieren
$ sudo apt-get install dcfldd

Als Beispiel sichere ich hier eine Speicherkarte eines Raspberry Pi mit Dcfldd auf die Festplatte. Zu Demonstrationszecken lasse ich mir abschließend noch die MD5-Summe ausgeben, ihr könntet sie allerdings auch noch mittels md5log=md5.txt auf die Festplatte schreiben lassen oder eben aber ganz weglassen. Während des ganzen Prozess zeigt Dcfldd fortwährend an, wo das Programm gerade steht. Wie ihr seht ist die Syntax von Dcfldd im großen und ganzen identisch zu Dd, ihr braucht also nicht groß umlernen.

$ sudo dcfldd if=/dev/sdd of=~/raspberry-pi.img hash=md5
27136 blocks (848Mb) written.
...
242432 blocks (7576Mb) written.Total (md5): af51683036143ff104f658e1798d447d

242560+0 records in
242560+0 records out

Dcfldd als Alternative zu Dd mit Fortschrittsanzeige und Hashing on-the-fly ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.


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