Es ist gar nicht so einfach in Erfahrung zu bringen, wie viele Daten beim Aufruf einer Webseite übertragen werden. Mit dem entsprechenden Know-How ist das zwar nicht mehr als eine Fingerübung, doch man muss sich durchaus ein wenig in die Thematik hineinfuxen. Nicht ganz einfach ist zudem die Frage: Wie viel Daten habe ich eigentlich überhaupt “versurft”? Wer nicht permanent über einen Proxy ins Netz geht und diesen den Traffic mitloggen lässt, der kann die Frage wohl kaum beantworten. Doch dies stimmt nicht ganz, wer Chrome oder Chromium nutzt, denn kann einfach mal einen schnellen Blick in den eingebauten Traffic-Zähler werfen.
Dazu braucht es kein zusätzliches Add-On und auch keine besondere Einstellung des Browsers. Es reicht, wenn man als “URL” die Net-Internals des Browsers aufruft und sich die Bandwith-Infos anzeigen lässt. Das funktioniert auf allen Systemen, auf denen man Chrome installieren kann, also natürlich auch Android und Linux.
chrome://net-internals/#bandwidth
Das Interessante ist hierbei nun, dass die Statistiken seit Installation des Browsers bzw. seit Anlegen des Profils geführt werden. Man kann also sehr einfach mitverfolgen, welche Datenmengen man über die Jahre hinweg per Browser ins Netz geblasen hat.

Chrome speichert wie viele Daten während der aktuellen Sitzung und seit der Installation überhaupt mit dem Internet ausgetauscht wurden.

Das Loggen des Traffics funktioniert unter Windows, MacOS X und Linux, aber auch auf mobilen Geräten mit iOS oder Android.
Stellt sich mir nur noch die Frage? Seit wann wird diese Statistik eigentlich geführt? Dies ist leider nicht ganz so einfach herauszufinden, da sich die Konfigurationsordner ~/.config/google-chrome bzw. ~/.config/chromium permanent ändern. So liefert der stat-Befehl nicht wirklich mehr Informationen, als dass sich heute etwas in den Ordnern getan hat.
$ stat ~/.config/google-chrome Datei: „/home/toff/.config/google-chrome“ Größe: 4096 Blöcke: 8 EA Block: 4096 Verzeichnis Gerät: 806h/2054d Inode: 4980809 Verknüpfungen: 8 Zugriff: (0755/drwxr-xr-x) Uid: ( 1000/ toff) Gid: ( 1000/ toff) Zugriff : 2014-02-11 11:03:01.299531577 +0100 Modifiziert: 2014-02-11 14:53:52.661487565 +0100 Geändert : 2014-02-11 14:53:52.661487565 +0100
In meinem Fall deckt sich die Installation mit Chrome mit der Installation des Systems. Von daher lässt sich das Alter “meiner” Chrome-Installation recht leicht bestimmen, zum Glück gibt es dafür recht simple Lösungen: Entweder man schaut sich ein Verzeichnis wie etwa /lost+found an, das seit Anfang an praktisch unverändert auf der Platte liegt. Oder man lässt sich ausgeben, wann das letzte mal das Passwort eines System-Users wie “sys”, “bin”, oder “root” geändert wurde. Dies sollte ebenso mit dem Installationsdatum übereinstimmen.
$ stat /lost+found Datei: „/lost+found“ Größe: 16384 Blöcke: 32 EA Block: 4096 Verzeichnis Gerät: 801h/2049d Inode: 11 Verknüpfungen: 2 Zugriff: (0700/drwx------) Uid: ( 0/ root) Gid: ( 0/ root) Zugriff : 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200 Modifiziert: 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200 Geändert : 2012-10-16 08:51:44.000000000 +0200 Geburt : - $ sudo passwd -S sys sys L 10/15/2012 0 99999 7 -1
In knapp 16 Monaten habe ich also 92 GByte versurft, ohne dass ich auf dem Rechner viel Videos schaue — Der Traffic von Plugins wird sowieso nicht zu dieser Statistik hinzugerechnet. Ich denke, ich surfe zu viel durchs Netz
Chrome/Chromium sagt euch wie viel Datenvolumen ihr versurft ist ein Beitrag von Linux und Ich. Der Beitrag ist lizenziert unter CC BY 4.0. Weitere Informationen und News findet ihr auf Google+, Facebook oder Twitter. Sollte dir hat dieser Beitrag gefallen haben, dann kannst du via Flattr oder mittels Bitcoin 1Jm1CqCpYUxmrxJuy2LGveLkSWieLvNJJN spenden.